Heißes Naziouting in Barsinghausen! – Bekennerschreiben eingegangen!

Das Feuer an einem Fahrzeug, das am 6. August in Barsinghausen ausbrannte, ist offenbar eine gezielte Aktion von der „Militante Gruppe Region Hannover (M.G.R.H.) gewesen, die sich nun auch zu dem Anschlag bekennt.

Man habe gezielt das Fahrzeug eines Anhängers der rechten Szene (Rouven Liedtke, Egestorf) in Brand gesetzt, heißt es unter anderem in dem Schreiben, das die Polizei für echt hält. Die Beamten bestätigten, dass der Opel regelmäßig von einem Mann genutzt wird, der der rechten Szene zugerechnet wird. Er sei allerdings in jüngster Zeit polizeilich nicht in Erscheinung getreten, so die Behörde.

Die Polizei ermittelt weiter im Fall des Bekennerschreibens zum Brandanschlag, das Donnerstagabend in der DLZ-Redaktion (Deister-Leine Zeitung) eingegangen ist. Dabei arbeitet das Fachkommissariat für politisch motivierte Kriminalität der Polizeidirektion eng mit den Technikern der DLZ und der für den Internetauftritt der Zeitung zuständigen IT-Firma zusammen. „Die E-Mail ist über das Kontaktformular des Online Service Centers der DLZ-Homepage geschickt worden“, sagte Bernd Böker, Softwareentwickler der Firma Medien 31 in Hameln. Aus dem Center könnten die Benutzer auch ohne Angabe ihres Namens Mitteilungen an die Geschäftsstelle schicken. Die Fachleute konnten inzwischen den Provider des Computers ermitteln, von dem das Schreiben geschickt wurde. Diese Daten wurden an das Fachkommissariat weitergeleitet.

„Die Beamten ermitteln weiter mit Nachdruck“, sagte Polizeipressesprecher Holger Hilgenberg. Nähere Informationen gebe es aber noch nicht.

Bisher gehen die Ermittler davon aus, dass das Bekennerschreiben tatsächlich, wie in der E-Mail angegeben, von der Gruppierung „Militante Gruppe Region Hannover“ (M.G.R.H.) verfasst wurde.

Die M.G.R.H. hatte sich in dem Schreiben dazu bekannt, gezielt das Fahrzeug eines der rechten Szene angehörenden Mannes in Brand gesteckt zu haben, um klarzustellen, dass ab sofort jegliche Art von Faschismus radikalter bekämpft werde. „Feuer und Flamme dem Faschismus!“ heißt es weiter in dem Schreiben.

Dem widerspricht Rouven Liedtke: „Ich habe keinen Kontakt mehr zu der rechten Szene“, sagte Liedtke. Davor habe er an Demonstrationen teilgenommen und bei Aktionen mitgemacht, vor vier Jahren habe er jedoch die rechte Szene verlassen. Er könne nicht verstehen, wieso er Jahre nach dem Verlassen der Szene Ziel eines Brandanschlages geworden sei.





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